Cimitirul Central din Viena

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Biserica Sf. Carol Borromaeus și cripta președinților Austriei (în prim plan)
Poarta 2, cu vedere spre Karl-Borromäus-Kirche

Cimitirul Central din Viena (în germană Wiener Zentralfriedhof, colocvial Zentralfriedhof) a fost înființat în anul 1874. Cu o suprafață de 2,5 km² și circa trei milioane de înmormântați este unul din cele mai mari cimitire din Europa.[1] Datorită multitudinii de cenotafe, a construcțiilor în stilul secesiunii vieneze și a arealului extins pe care îl ocupă, cimitirul se numără printre obiectivele turistice cele mai deosebite ale Vienei.

Istoric[modificare | modificare sursă]

Urmările reformelor iozefine[modificare | modificare sursă]

Reformele dispuse în anul 1784 de împăratul Iosif al II-lea au prevăzut, între altele, înființarea unor cimitire orășenești supraconfesionale, în afara centurii de atunci a Vienei (vezi și edictele iozefine de toleranță religioasă).

Conflictul confesional[modificare | modificare sursă]

În anul 1863 consiliul orășenesc al Vienei a luat decizia înființării unui cimitir central supraconfesional. Această decizie a fost primită negativ în cercurile catolice. În anii 1870 s-a ajuns chiar la proteste publice, când a fost permisă inclusiv comunității evreiești dobândirea unei parcele proprii în cadrul cimitirului.

Der Termin der Eröffnung stand unmittelbar bevor, die Proteste dauerten jedoch an und konservative Gruppierungen riefen zu Kundgebungen am Tag der Eröffnung auf. Zu einer solchen Eskalation kam es aber nicht, da Kardinal Rauscher (andere Quellen nennen den Prälaten Ludwig Angerer[2]) in Absprache mit dem Wiener Bürgermeister Cajetan Felder am frühen Morgen des 30. Oktobers 1874 eine von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkte katholische Einweihung des Friedhofs vornahm.[3]

Am 1. November 1874 schließlich wurde der Wiener Zentralfriedhof offiziell seiner Bestimmung übergeben. An diesem Tag noch wurde der Josefstädter Privatier Jakob Zelzer dort als Allererster in einem auch heute noch bestehenden Einzelgrab beerdigt, 13 weitere Tote fanden in einem gemeinsamen Schachtgrab ihre letzte Ruhe.

Cimitirul Central în prezent[modificare | modificare sursă]

Gräberreihen auf dem Zentralfriedhof

Nach den schlichten und auf ein Minimum reduzierten „Sparbegräbnissen“ unter Kaiser Josef II. versuchte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das wohlhabende Bürgertum, es den Adeligen gleichzutun, und inszenierte prunkvolle Trauerfeiern und Begräbnisse; der seither viel zitierte Begriff der „schönen Leich“ war geboren. Auch heute noch stößt die schöne Leich auf das Interesse der Wiener Bevölkerung, so sind Staatsbegräbnisse von Politikern sowie Beerdigungen von Persönlichkeiten aus anderen Schaffensbereichen für viele Menschen Anlass, diesen prominenten Verstorbenen eine letzte Ehre zu erweisen. Wird beispielsweise ein Bundespräsident beigesetzt, so ist die Straße, die, zu beiden Seiten flankiert von Ehrengräbergruppen, vom Hauptportal zur Präsidentengruft führt, Schauplatz von langen Trauerzügen. Aber auch von Vertretern der zeitgenössischen Popkultur wird mitunter in großem Rahmen Abschied genommen: Im Februar 1998 wohnten der feierlichen Beisetzung von Popstar Falco in einem ehrenhalber gewidmeten Grab tausende Menschen bei.

Bestattungen auf dem Zentralfriedhof werden in den meisten Fällen von der „Bestattung Wien“ durchgeführt, einem Unternehmen der im Eigentum der Stadt Wien befindlichen Wiener Stadtwerke Holding AG. Bis vor wenigen Jahren war die Bestattung Wien noch Monopolist, aber nachdem im Jahr 2002 das Wirtschaftsministerium den Bedarfsnachweis für Bestattungsunternehmen ersatzlos gestrichen hat, eröffnete im darauffolgenden Jahr der Bestatter „Pax“ als erster Konkurrent eine Niederlassung in der Simmeringer Hauptstraße. Bei der Gestaltung von Verabschiedungen haben die Hinterbliebenen viele Freiräume, von der (teils unkonventionellen) Auswahl der Musik während der Trauerfeier bis hin zur Möglichkeit, das Geleit des Sarges von der Aufbahrungshalle zur Grabstelle mittels einer historischen, sechsspännigen Trauerkutsche durchführen zu lassen.

Die Verwaltung des Friedhofs fällt seit 2008 in die Zuständigkeit der Friedhöfe Wien GmbH (bis 2007 Magistratsabteilung 43, „Städtische Friedhöfe“), zu der unter anderem die untergeordneten Stellen „Städtische Friedhofsgärtnerei“ und „Städtische Steinmetzwerkstätte“ zählen, letztere müssen sich jedoch gegen eine Vielzahl an konkurrierenden Friedhofsgärtnereien und Steinmetzbetriebe behaupten, die sich entlang der Simmeringer Hauptstraße in der Nähe angesiedelt haben.

Der Zentralfriedhof wurde im Laufe seiner Geschichte insgesamt sieben Mal erweitert (zuletzt 1921) und beherbergt derzeit (2006) etwa 330.000 Grabstellen mit rund drei Millionen Verstorbenen. Zum Zeitpunkt seiner Eröffnung galt er als die größte Friedhofsanlage Europas, seine aktuelle Gesamtfläche von knapp 2,5 km² wird nur von dem 4 km² großen Hamburger Friedhof Ohlsdorf übertroffen.

Eine der letzten gestalterischen Neuerungen stellt der vom Architekten Christof Riccabona entworfene, von der Städtischen Steinmetzwerkstätte unter der Leitung von Leopold Grausam jun. ausgeführte und 1999 eröffnete Park der Ruhe und Kraft dar. Es handelt sich um einen geomantischen Landschaftspark, der in fünf unterschiedlich gestaltete Bereiche gegliedert ist und zur körperlichen wie geistigen Entspannung und Besinnung einladen soll.

Poziția și infrastructura[modificare | modificare sursă]

Hauptportal („2. Tor“)

Der Zentralfriedhof liegt – im Widerspruch zu seinem Namen – am südöstlichen Stadtrand, im 1892 eingemeindeten Simmering, das zum Zeitpunkt des Baus noch nicht zum Stadtgebiet gehörte. Er erfüllt jedoch nach wie vor als größte Wiener Begräbnisstätte eine zentrale Funktion, nicht zuletzt, da die Preise für die Grabstellennutzung auf dem Zentralfriedhof erheblich günstiger sind als auf den anderen, stärker nachgefragten und beengteren Wiener Friedhöfen.

Die Simmeringer Hauptstraße, wichtigste Verkehrsader Simmerings, vor dem Bau der Autobahn mit dem ihr vorgelagerten Rennweg direkte Zufahrt vom Stadtzentrum zum Flughafen Wien und Teil der historischen Fernstraße nach Budapest, führt direkt zum Zentralfriedhof und trägt somit maßgeblich zu dessen Erreichbarkeit bei. Je mehr man sich dem Friedhof nähert, umso dichter werden die Steinmetzbetriebe, Blumengeschäfte und andere Betriebe, die mit dem laufenden Friedhofsbetrieb in Verbindung stehen.

Obwohl der Friedhof zwischen dieser stark befahrenen Straße und der Trasse der Flughafenschnellbahn gelegen ist, bleibt allein durch die Weitläufigkeit des Areals der überwiegende Teil der Anlage von Verkehrslärm verschont. Allerdings führt eine in geringer Höhe direkt über den Zentralfriedhof verlaufende Flugroute des südöstlich von Wien gelegenen Flughafens zu Beeinträchtigungen der Friedhofsruhe.

Vechiul și noul cimitir evreiesc[modificare | modificare sursă]

Grabmal auf dem alten jüdischen Friedhof

Als erste konfessionelle Abteilung wurde 1879 im Westen der Anlage bei Tor 1 der „jüdische Friedhof“ eröffnet. Doch bereits 1916 war diese Abteilung ausgelastet, weshalb am östlichen Ende des Friedhofsareals der „neue jüdische Friedhof“ errichtet wurde. 1945 wurden durch fehlgeleitete Fliegerbomben in der alten Abteilung schwere Schäden angerichtet und rund 3000 Grabstätten zerstört. In den folgenden Jahrzehnten verwilderte die Abteilung zusehends, bis schließlich 1991 durch den im selben Jahr gegründeten, unabhängigen Verein „Schalom“ begonnen wurde, beschädigte Gräber zu restaurieren, Grabinschriften zu erneuern und generelle Instandhaltungsarbeiten durchzuführen.[4][5] Der alte jüdische Friedhof, wo u. a. Arthur Schnitzler, Friedrich Torberg, Gerhard Bronner und Viktor Frankl beerdigt sind, und die neue Abteilung, wo u.a. Otto Soyka beigesetzt ist, sind die mit Abstand größten konfessionellen Abteilungen auf dem Gelände des Zentralfriedhofs.

Secțiunile creștin-ortodoxe[modificare | modificare sursă]

Biserica ortodoxă rusă Sf. Lazăr

În data de 9 mai 1895 a fost consacrată biserica Sf. Lazăr, în secțiunea ortodoxă rusă a cimitirului. În secțiunea ortodoxă română este înmormântat generalul austro-ungar Alexandru Lupu (1838-1925), ctitorul primei biserici ortodoxe române din Viena.[6]

Cimitirul evanghelic[modificare | modificare sursă]

Die evangelische Gemeinde Wien hatte durch die 1856 neu aufgekommene konfessionelle Gräbertrennung, die eine Folge des österreichischen Konkordats von 1855 war, bereits seit 1858, vor Errichtung des Zentralfriedhofs, einen eigenen evangelischen Friedhof im damaligen Wiener Stadtteil Matzleinsdorf gegründet und betrieben (heutiger Bezirk Favoriten). Ab 1876 war der Friedhof deswegen von der behördlichen Schließung bedroht. Ein weiterer flächenmäßiger Ausbau an diesem Ort wurde letztlich von der Stadt Wien abgelehnt. Der einzige Ausweg war somit die Anlage eines neuen, eigenständigen Friedhofs an anderer Stelle. Ende des 19. Jahrhunderts war es soweit, die Wiener evangelischen Gemeinden A. B. und H. B. erwarben – mehrere Kilometer entfernt – gemeinsam ein 11 Joch großes Areal an der Ostseite des Zentralfriedhofes, das zum evangelischen Friedhof Simmering wurde.

Das Friedhofsgelände[modificare | modificare sursă]

Eingang und Kirche des evangelischen Friedhofs

Der evangelische Friedhof, der über das 4. Tor zu erreichen ist, wurde im Jahr 1904 eröffnet und eingeweiht. Er ist nach wie vor in evangelischem Besitz und wird nicht von der MA 43, sondern von einem eigenen Friedhofsausschuss der evangelischen Gemeinden A.B. und H.B. örtlich verwaltet.

Die Ruhestätte hat eine Friedhofskirche, die Heilandskirche, und eine eigene Aufbahrungshalle, beide sind bereits seit der Eröffnung vorhanden. Für die Gestaltung der Anlagen seinerzeit verantwortlich war Karl Friedrich Wolschner in Kooperation mit Rupert Diedtel, die sich im Wettbewerb mit ihrem gemäßigten Konzept durchsetzen konnten. Das Gelände und dessen Kirche wirken durch den auf das Wesentliche reduzierten, gotischen Charakter,[7] unaufdringlich und damit einem Friedhof angemessen. Die Friedhofshalle wurde bereits einmal in den Jahren 1977 bis 1978 umgebaut.[8]

Das Grundstück selbst ist schmal und länglich und nimmt mit rund 6,3 Hektar eine bescheidene Fläche im 250 Hektar großen Gesamtareal ein. Von der Simmeringer Hauptstraße aus gesehen grenzt an seine rechte Längsseite der Hauptfriedhof, während sich an seiner linken Längsseite der 1917 entstandene neue jüdische Friedhof befindet. An der schmalen Hinterseite stößt der evangelische Friedhof an einen erweiterten Teil des Zentralfriedhofs. Flächenmäßig gibt es somit keine unmittelbaren Ausweichmöglichkeiten mehr. Der Friedhof ist allerdings ohnehin erst zu 40 % ausgelastet, insgesamt bietet er 8448 Grabstellen, 380 Urnengräber und 85 Urnennischen (Stand: Oktober 2006).[9] Aufgrund der Schmalheit des Geländes gibt es nur einen einzelnen, mittigen Hauptweg, der beiderseitig von Gräbern und Urnennischen flankiert wird. Bis 1985 durfte dieser noch täglich mit dem Auto befahren werden, mittlerweile nur mehr mittwochs mit ärztlichem Attest[10] (im Gegensatz zum Hauptfriedhof). Vereinzelt bestehen für Fußgänger auch Durchgangsmöglichkeiten zu den umliegenden Abteilungen.

Secțiunile islamice[modificare | modificare sursă]

Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts werden Muslime auf dem Zentralfriedhof bestattet. Mitte der 1970er Jahre wurde die erste islamische Abteilung errichtet, später folgten eine zusätzliche und eine islamisch-ägyptische Abteilung. Die Gräber sind – unabhängig vom Verlauf der Gehwege – nach der vom Koran vorgeschriebenen Gebetsrichtung Qibla, also gen Mekka ausgerichtet. Da diese Abteilungen bald an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen werden, wurde der Islamischen Glaubensgemeinschaft seitens der Stadt Wien bereits 2001 ein eigener islamischer Friedhof im 23. Wiener Gemeindebezirk Liesing zugesichert. Nach mehreren Verzögerungen bei den Bauarbeiten wurde der Islamische Friedhof Wien am 3. Oktober 2008 eröffnet.

Buddhistischer Friedhof[modificare | modificare sursă]

miniatur|Eingangsbereich und Stupa des Buddhistischen Friedhofs Seit 2005 gibt es auch eine buddhistische Abteilung (Gruppe 48A). Nach erfolgreichen Gesprächen von Vertretern der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft mit der zuständigen Magistratsabteilung 43 wurde im Herbst 2003 eine Bodeneinsegnung vorgenommen und mit der konkreten Planung und schließlich auch dem Bau begonnen. Am 23. Mai 2005, dem Vesakhtag 2549, wurde der Buddhistische Friedhof eingeweiht, in einer feierlichen Zeremonie wurde der Stupa, ein im Zentrum der Anlage stehender Sakralbau, von Mönchen mit Sutrentexten aller in Österreich vertretenen buddhistischen Schulen befüllt.[11] Die Eröffnung stieß auf großes mediales Interesse, da Friedhöfe dieser Art außerhalb der buddhistischen Kernländer kaum vorhanden sind. Die Gestaltung erfolgte nach Entwürfen des Architekten Christof Riccabona, der bereits den Park der Ruhe und Kraft für den Zentralfriedhof geplant hatte. Die Gräbergruppen sind in Form eines acht-speichigen Rades um den Stupa angelegt, die acht Rad-Segmente symbolisieren den edlen achtfachen Pfad des Buddhismus. Zwölf am Umfassungsweg der Anlage gesetzte Steine stehen für die Ursachen bedingten Entstehens und somit der Wiedergeburt. Als Bestattungsarten sind sowohl Beerdigung als auch Einäscherung möglich.

Präsidentengruft und Staatsbegräbnis[modificare | modificare sursă]

Unmittelbar vor der Karl-Borromäus-Kirche befindet sich die Präsidentengruft, in der seit 1951 die Bundespräsidenten der Zweiten Republik mit allen Ehren beigesetzt werden. Mit Stand Juni 2007 sind dies:

miniatur|270px|Präsidentengruft

Name Lebensdaten Amtszeit
Karl Renner 1870–1950 1945–1950
Theodor Körner 1873–1957 1951–1957
Adolf Schärf 1890–1965 1957–1965
Franz Jonas 1899–1974 1965–1974
Rudolf Kirchschläger 1915–2000 1974–1986
Thomas Klestil 1932–2004 1992–2004
Kurt Waldheim 1918–2007 1986–1992

Die sehr flache Bauweise der 1951 errichteten Gruftanlage und das dadurch nicht sehr prunkvolle Erscheinungsbild sind eine Folge der Vorgabe an den Architekten, die Sicht auf die Karl-Borromäus-Kirche nicht zu beeinträchtigen. Da die Gruft ursprünglich nur für den 1950 verstorbenen Karl Renner vorgesehen war, ist auf dem Steinsarkophag im Zentrum des Rondeaus nur dessen Name zu finden. Die Namen aller beigesetzten Präsidenten sind auf einer Gedenktafel und seitlich der Anlage, an der Position ihrer Särge verewigt. Für die Ehegattinnen der Bundespräsidenten ist es möglich, ebenfalls in der Gruft beigesetzt zu werden, dies bedarf jedoch der Zustimmung der Präsidentschaftskanzlei. So haben die Präsidentengattinnen Hilda Schärf († 1956), Aloisia Renner († 1963), Margarete Jonas († 1976) und Herma Kirchschläger († 2009) ihre letzte Ruhe an der Seite ihrer Ehemänner gefunden; Bundespräsident Körner war Junggeselle.

Staatsbegräbnisse und so genannte staatliche Begräbnisse werden von der Republik Österreich organisiert und bezahlt und sind für Bundespräsidenten, Bundeskanzler und Nationalratspräsidenten vorgesehen. Falls die betreffende Person in Ausübung ihres Amtes verstirbt, wird ihr ein Staatsbegräbnis zuteil; einem ehemaligen Funktionsträger eines dieser Ämter hingegen ein staatliches Begräbnis.

Bisher wurden mit einem Staatsbegräbnis die im Amt verstorbenen Bundespräsidenten Karl Renner, Theodor Körner, Adolf Schärf, Franz Jonas und Thomas Klestil geehrt. Rudolf Kirchschläger und Kurt Waldheim bekamen ein staatliches Begräbnis und lehnten zudem testamentarisch die ansonsten übliche öffentliche Aufbahrung in der Hofburg ab.

Ebenfalls ein staatliches Begräbnis erhielten die ehemaligen Bundeskanzler Leopold Figl, Julius Raab, Alfons Gorbach, Bruno Kreisky und Fred Sinowatz. Josef Klaus hingegen wurde seinem letzten Willen entsprechend im engsten Familienkreis beerdigt.

Mit Ausnahme von Alfons Gorbach, Josef Klaus und Fred Sinowatz sind alle verstorbenen österreichischen Bundespräsidenten und Bundeskanzler der Zweiten Republik auf dem Wiener Zentralfriedhof beerdigt, die Präsidenten in der Präsidentengruft und die Kanzler in Ehrengräbern. Der letzte Bundespräsident vor der NS-Zeit, Wilhelm Miklas, ist 1956 verstorben und wurde auf dem Döblinger Friedhof bestattet.

Gedenkstätten und Kriegsgräber[modificare | modificare sursă]

miniatur|Kriegerdenkmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges miniatur|Gedenkstätte für die Opfer des 15. und 16. Juli 1927 Auf dem Friedhofsgelände befinden sich zahlreiche Gedenkstätten und Kriegsgräber bzw. Soldatenfriedhöfe. Die größten derartigen Gräberanlagen sind:

  • Friedhof für die Kriegsopfer des Ersten Weltkrieges, an dessen Vorderseite sich das 1925 von Anton Hanak gestaltete, monumentale Kriegerdenkmal Schmerzensmutter befindet
  • Friedhof für die Kriegsopfer des Zweiten Weltkrieges
  • Mahnmal für die Opfer des Faschismus 1934–1945[12] (Gruppe 41; Enthüllung am 1. November 1948)
  • Russischer Heldenfriedhof mit den sowjetischen Kriegsgräbern des Zweiten Weltkrieges, in denen 2624 gefallene Soldaten der Roten Armee (darunter zwölf Helden der Sowjetunion) beerdigt sind.[13][14]
  • Jüdisches Heldendenkmal und Gräber gefallener jüdischer Soldaten des Ersten Weltkriegs aus Wien.

Darüber hinaus gibt es gemeinsame Gräberanlagen von Opfern, die bei verschiedenen Ereignissen ums Leben kamen, woran entsprechende Mahnmale oder Gedenksteine erinnern. Dies sind unter anderem:

  • Opfer der Märzrevolution von 1848
  • Opfer des Ringtheaterbrandes vom 8. Dezember 1881
  • Opfer der Luftschiffkatastrophe vom 20. Juni 1914
  • Opfer des 15. und 16. Juli 1927 (erschossene Demonstranten beim Justizpalastbrand)
  • Opfer der Exekutive vom Juli 1927 (getötete Polizisten beim Justizpalastbrand)
  • Opfer des Lawinenunglücks am Hohen Sonnblick vom 21. März 1928
  • Opfer des 12. Februar 1934 (zivile Opfer des Bürgerkrieges)
  • Opfer der Exekutive der Februarkämpfe 1934
  • Opfer der Nationalsozialisten und der NS-Justiz (Volks- wie Militärgerichtsbarkeit) (Widerstandskämpfer und Deserteure der Wehrmacht die während des NS-Regimes an dieser Stelle in Massengräbern beerdigt wurden)[15][16][17]
  • Opfer der tschechischen Widerstandsbewegung gegen die Nationalsozialisten (ebenfalls Gruppe 40)
  • Opfer des Bombenkrieges von 1944 bis 1945 (ebenfalls Gruppe 40)
  • Opfer der Kindereuthanasie am Spiegelgrund von 1940 bis 1945

Morminte de onoare[modificare | modificare sursă]

Ehrengräber auf dem Wiener Zentralfriedhof
Plan des Zentralfriedhofs mit eingezeichneten Ehrengräbergruppen
Ludwig van Beethoven
Johannes Brahms
Carl Ritter von Ghega
W. A. Mozart Grabdenkmal
Adolf Loos
Siegfried Marcus

Ehrengräber (Auswahl)[modificare | modificare sursă]

Name Lebensdaten Tätigkeit
Ludwig Anzengruber 1839–1889 Schriftsteller
Ludwig van Beethoven 1770–1827 Komponist
Max (Maxi) Böhm 1916–1982 Schauspieler
Ludwig Boltzmann 1844–1906 Mathematiker und Physiker
Johannes Brahms 1833–1897 Komponist
Gerhard Bronner 1922–2007 Kabarettist und Musiker
Karl Farkas 1893–1971 Schauspieler und Kabarettist
Peter Fendi 1796–1842 Maler und Lithograph
Leopold Figl 1902–1965 Politiker
Carl von Ghega 1802–1860 Ingenieur, Erbauer der Semmeringbahn
Christoph Willibald Gluck 1714–1787 Komponist
Theophil von Hansen 1813–1891 Architekt (Bauten an der Wiener Ringstraße)
Karl von Hasenauer 1833–1894 Architekt
Josef Hoffmann 1870–1956 Architekt und Designer
Paul Hörbiger 1894–1981 Schauspieler
Ernst Jandl 1925–2000 Schriftsteller
Curd Jürgens 1915–1982 Schauspieler
Bruno Kreisky 1911–1990 Politiker
György Ligeti 1923–2006 Komponist
Theo Lingen 1903–1978 Schauspieler
Adolf Loos 1870–1933 Architekt
Siegfried Marcus 1831–1898 Automobilpionier
Hans Moser 1880–1964 Schauspieler
Alois Negrelli von Moldelbe 1799–1858 Ingenieur, plante den Sueskanal
Johann Nestroy 1801–1862 Schauspieler und Dramatiker
Peter von Nobile 1774–1854 Architekt
Eduard van der Nüll 1812–1868 Architekt (Wiener Staatsoper)
Ida Pfeiffer 1797–1858 Entdeckerin und Reiseschriftstellerin
Marcel Prawy 1911–2003 Dramaturg und Opernkritiker
Helmut Qualtinger 1928–1986 Schauspieler, Kabarettist und Autor
Julius Raab 1891–1964 Politiker
Erwin Ringel 1921–1994 Arzt und Psychologe, Pionier der Suizidforschung
Antonio Salieri 1750–1825 Komponist
Emil Jakob Schindler 1842–1892 Maler
Friedrich von Schmidt 1825–1891 Architekt (Wiener Rathaus)
Arnold Schönberg 1874–1951 Komponist, Begründer der Zwölftonmusik
Franz Schubert 1797–1828 Komponist
Albin Skoda 1909–1961 Schauspieler
Robert Stolz 1880–1975 Komponist
Johann Strauß (Vater) 1804–1849 Komponist
Johann Strauß (Sohn) 1825–1899 Komponist
Franz von Suppé 1819–1895 Komponist
Karl Waldbrunner 1906–1980 Politiker
Hans Weigel 1908–1991 Schriftsteller
Max Weiler 1910–2001 Maler
Franz Werfel 1890–1945 Schriftsteller
Hugo Wiener 1904–1993 Komponist und Autor
Anton Wildgans 1881–1932 Dichter
Hugo Wolf 1860–1903 Komponist
Fritz Wotruba 1907–1975 Bildhauer
Joe Zawinul 1932–2007 Jazz-Pianist, Keyboarder, Komponist und Bandleader
Helmut Zilk 1927–2008 Politiker

Ehrenhalber gewidmete Gräber (Auswahl)[modificare | modificare sursă]

miniatur|Falco miniatur|Fatty George miniatur|Matthias Sindelar miniatur|Friedrich Torberg

Name Lebensdaten Tätigkeit
Victor Adler 1852–1918 Politiker
Jean Améry 1912–1978 Schriftsteller
Franz Antel 1913–2007 Filmregisseur, Produzent und Autor
Ludwig Bösendorfer 1835–1919 Klavierbauer
Elfi von Dassanowsky 1924–2007 Sängerin, Pianistin und Produzentin
Franz (Ferry) Dusika 1908–1984 Radrennfahrer
Falco (Johann Hölzel) 1957–1998 Popmusiker
Fatty George 1927–1982 Jazzmusiker
Alexander Girardi 1850–1918 Schauspieler
Ludwig Gottsleben 1836–1911 Schriftsteller und Schauspieler
Hans-Peter Heinzl 1942–1996 Schauspieler und Kabarettist
Joachim Kemmer 1939–2000 Schauspieler, Kabarettist und Synchronsprecher
Ludwig von Köchel 1800–1877 Musikschriftsteller, Autor des Köchelverzeichnisses
Karl Kraus 1874–1936 Schriftsteller
Josef Kriehuber 1800–1876 Maler und Lithograph
Carl Kundmann 1838–1919 Bildhauer
Hermann Leopoldi 1888–1959 Komponist und Kabarettist
Paul Löwinger 1904–1988 Volksschauspieler („Löwinger Bühne“)
Karl Lueger 1844–1910 Politiker
Carl Merz 1906–1979 Kabarettist und Schriftsteller
Friedrich Ohmann 1858–1927 Architekt
Hans Pemmer 1886–1972 Lehrer und Heimatforscher, gründete das erste Wiener Bezirksmuseum
Annie Rosar 1888–1963 Schauspielerin
Karl Seitz 1869–1950 Politiker
Matthias Sindelar 1903–1939 Fußballspieler, Kapitän des österreichischen „Wunderteams
Erich Sokol 1933–2003 Illustrator und Karikaturist
Franz Stoß 1909–1995 Schauspieler und Theaterleiter
Friedrich Torberg 1908–1979 Schriftsteller
Ernst Waldbrunn 1907–1977 Schauspieler und Kabarettist
Peter Wehle 1914–1986 Komponist, Autor und Kabarettist
Carl Zeller 1842–1898 Komponist
Helmut Zenker 1949–2003 Schriftsteller und Drehbuchautor

Siehe auch[modificare | modificare sursă]

Literatur[modificare | modificare sursă]

  • Werner T. Bauer: Wiener Friedhofsführer. Genaue Beschreibung sämtlicher Begräbnisstätten nebst einer Geschichte des Wiener Bestattungswesens. Falter Verlag, Wien 2004, ISBN 3-85439-335-0.
  • Robert S. Budig, Gertrude Enderle-Burcel, Peter Enderle: Ehrengräber am Wiener Zentralfriedhof. Compress Verl., Wien 1995, Norbert Jakob Schmidt Verlagsgesellschaft, Wien 2006, ISBN 3-900607-26-5.
  • Christopher Dietz: Die berühmten Gräber Wiens. Falco, Klimt, Kraus, Moser, Mozart, Qualtinger, Schiele, Schubert, Strauß u.v.a. Fotos von Wolfgang Ilgner, Sigrid Riedl-Hoffmann und Frank Thinius. Perlen-Reihe, Wien/München 2000, ISBN 3-85223-452-2.
  • Hans Havelka: Der Wiener Zentralfriedhof. J & V Edition, Wien 1989, ISBN 3-85058-030-X.
  • Hans Pemmer: Der Wiener Zentralfriedhof. Seine Geschichte und seine Denkmäler. Österreichischer Schulbücherverlag, Wien 1924.
  • Patricia Steines: Hunderttausend Steine. Grabstellen großer Österreicher jüdischer Konfession auf dem Wiener Zentralfriedhof – Tor I und Tor IV. Falter Verlag, Wien 1993, ISBN 3-85439-093-9.
  • Sepp Tatzel: Wien stirbt anders. mit den "Seitentotenblicken"auf dem Zentralfriedhof, ein Nachruf auf die Zukunft dieser Stadt. Ibera Verlag, Wien 2002, ISBN 3-85052-146-X.
  • Josef Mahlmeister: Der Kölner Friedhof Melaten und der Wiener Zentralfriedhof. Fotoband mit Engelbilder. Palabros de Cologne, Köln am Rhein 2010, ISBN 978-3-9810559-8-6.

Medien[modificare | modificare sursă]

  • Es lebe der Zentralfriedhof. Reihe Universum. ORF, Wiener Umweltschutzabteilung, WDR und NDR Naturfilm, media wien, Wien 2005 (mit Begleitbuch Wien - Es lebe der Zentralfriedhof. 4. Band der Buchreihe WIEN MOMENTE. Wien 2005, ISBN 3-900607-46-X. Universum-Dokumentation, wien-konkret.at)

Weblinks[modificare | modificare sursă]

Commons
Wikimedia Commons conține materiale multimedia legate de Wiener Zentralfriedhof

Note[modificare | modificare sursă]

  1. ^ Nach Bestatteten der Größte, als flächenmäßig größter werden Hamburg-Ohlsdorf oder London Necropolis genannt. Nach Weblink Planet Vienna
  2. ^ de Centralfriedhof. In: Wiener Zeitung, 31. Oktober 1874, S. 2 (Online bei ANNO)
  3. ^ Werner T. Bauer: Wiener Friedhofsführer
  4. ^ IKG Wien: Zentralfriedhof 1. Tor, 19. September 2006
  5. ^ Onlineauftritt erinnern.at Der jüdische Friedhof als Lernfeld. Didaktische Überlegungen von Robert Streibel. August 2007
  6. ^ Întemeierea parohiei ortodoxe române din Viena (accesat 2 ianuarie 2013).
  7. ^ Format:Azw
  8. ^ Gemeinde Wien: Der evangelische Friedhof Simmering am Zentralfriedhof, 19. September 2006
  9. ^ lt. mündlicher Auskunft der evangelischen Friedhofsverwaltung, 5. Oktober 2006 (EDV-Abfrage)
  10. ^ lt. mündlicher Auskunft der evangelischen Friedhofsverwaltung, 15. September 2006
  11. ^ Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft: Buddhistischer Friedhof — Stupafüllung, 19. September 2006
  12. ^ Format:AZ
  13. ^ 10. August 1946: Feierliche Eröffnung des Russischen Heldenfriedhofes
  14. ^ Russische Informations- und Nachrichtenagentur: NOVOSTI, 12. Mai 2008
  15. ^ Denkmal für die Opfer des Naziterrors auf dem Zentralfriedhof
  16. ^ Häupl enthüllt Denkmal zu Ehren der Opfer der NS-Justiz
  17. ^ Der Kampf um die Erinnerung – Der Ehrenhain auf dem Wiener Zentralfriedhof auf oe1.orf.at

7Coordonate: 48° 8′ 58″ N, 16° 26′ 28″ E