Hieronymus von Colloredo

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Arhiepiscopul Hieronymus von Colloredo
Blazonul arhiepiscopului Hieronymus von Colloredo

Hieronymus von Colloredo (n. 31 mai 1732, Viena - d. 20 mai 1812, Viena) a fost ultimul principe-arhiepiscop de Salzburg, reprezentant al iluminismului catolic german (katholische Aufklärung), cunotorită angajării lui Wolfgang Amadeus Mozart ca muzician.

Colloredo ca arhiepiscop[modificare | modificare sursă]

Arhiepiscopul Colloredo a fost un adept al reformelor în sens iluminist, pe care le-a promovat în Arhiepiscopia de Salzburg.

Scopul lui Colloredo a fost acela de a face din Salzburg un teritoriu model pentru Sfântul Imperiu Roman, un cap de pod al iluminismului în spațiul de limbă germană. Drept colaboratori apropiați a angajat de regulă personalități din zona Rinului. Coloredo a reformat liturghia catolică, raporturile sociale și domeniul învățământului.

Acest spirit progresist a atras la Salzburg scriitori și muzicieni din întregul spațiu german. Michael Haydn și Wolfgang Amadeus Mozart au fost cei mai apreciați muzicieni angajați de Colloredo. Mozart a compus pentru nepoata lui Colloredo, Antonia Gräfin Lützow, elevă a tatălui său, un concert pentru pian (concertul nr. 8 pentru pian, catalog Köchel nr. 246). Colloredo berief oder umgab sich mit Leuten wie: Johann Jakob Hartenkeil (Mediziner, Reformer des Gesundheits- und Hebammenwesens), Albert Christoph Dies (Landschaftsmaler), August Franz Heinrich von Naumann (Ingenieur, Maler), Franz Michael Vierthaler (Schulreformer, Schriftsteller) und Lorenz Hübner (1785–1799: Herausgeber der ’’Oberdeutschen Staatszeitung’’).

Im Sinne der Katholischen Aufklärung erließ er viele kirchliche Verordnungen und griff dabei auch in viele religiöse und nichtreligiöse Bräuche ein. Er ließ die Zahl der beschaulichen Klöster (vor allem die Bettelorden) verringern, hob viele Bruderschaften auf, die Zahl der Seelsorgestellen hingegen erhöhte er deutlich. Er verbot unter anderem das Abbrennen von Sonnwendfeuern, die Wassertaufe der Metzgergesellen (Metzgerspringen), das Wetterläuten, das Mitführen von lebenden Bildern (das sind Figuren wie der Samson), das Abschießen von Böllern bei Prozessionen und die Eselsritte am Palmsonntag. 1779 kritisierte er auch die Passionsspiele: Ein seltsameres Gemenge von Religion und Possenspiel kann nicht leicht erdacht oder gesehen werden! Das einfache Volk stand den neuen Entwicklungen ohne größeres Verständnis gegenüber, es dichtete den bis heute zitierten Spottvers: Unser Fürst von Colloredo hat weder Gloria noch Credo. 1782 sollte die 1200-Jahr-Feier des Erzbistums Salzburg stattfinden, die Colloredo Anlass bot, einen umfangreichen Hirtenbrief[1] zu veröffentlichen. Im Gefolge des Hirtenbriefes wurde eine Reihe seiner bereits gesetzten Maßnahmen erweitert und verschärft: Colloredo untersagte Wallfahrten und Bittgänge generell, Kirchenschmuck und Kirchenmusik schränkte er ein, das sogenannte Heilige Grab und Kirchenkrippen ließ er abschaffen. Im Weiteren mussten die Fronleichnamsprozessionen von allem Prunk gereinigt, und das Wetterläuten und Wetterschießen, die Kräuter- und Speisenweihe und die bildliche Vorstellung der Himmelfahrt Christi eingestellt werden . Colloredos Reformen waren geprägt von dem Bestreben, bestehende Missstände zu tilgen und einheitliche Regelungen, die dem neuen Zeitgeist entsprachen, zu urgieren. Im Bereich der neuen Gottesdienstordnung gehörte dazu auch die Einführung des deutschen Volksgesanges während der Messe. Für ein geeignetes Gesangbuch bildete eine bereits bewährte Liedersammlung die Grundlage: Der heilige Gesang zum Gottesdienste in der römisch-katholischen Kirchezum Gottesdienste in der römisch-katholischen Kirche (Landshut 1777). Neben den Konflikten, die Colloredo mit der Herausgabe seines berühmt gewordenen Hirtenbriefes im Innern Salzburgs 1782 heraufbeschwor, wurde die Situation des Erzstiftes allmählich von außen bedroht, sodass er sich vermehrt um diese Agenden kümmern musste. So musste er z.B. die Einhaltung der 1786 beschlossenen Emser Punktation urgieren, die den Zweck hatte, das Eingreifen der päpstlichen Kurie in die erzbischöflichen Rechte einzuschränken, oder sich den vom Deutschen Kaiser anvisierten neuen Gebietsaufteilungen im Reich entgegenstellen. Im Spannungsfeld zwischen Wien, Berlin, Mainz, München und Rom hatte Colloredo zwischen 1787 und 1790 erhebliche Belastungsproben zu bestehen, 1792 folgte eine erste Kriegsphase mit Frankreich, für die Colloredo im Jahr darauf Soldaten für die rheinische Front rekrutieren lassen musste. Dabei hatte sich unter Colloredo Salzburg zu einem Aufklärungs- und Wissenschaftszentrum besonderer Art entwickelt, in der geniale Gelehrte und Publizisten wirkten. Vor einer Drohkulisse, die mit den Begriffen Kriegsgefahren, Säkularisationsdrohungen und Volksunruhen illustriert werden kann, gerieten Colloredos innenpolitische Anliegen allmählich in den Hintergrund, und seine Projekte im Sinne der Aufklärung waren auf Dauer in Salzburg unpopulär und wenig erfolgreich.

Colloredo a stăpânit, pe lângă germană și latină, franceza, italiana și ceha. A fost de asemenea un bun violoncelist.

A murit în exil la Viena, după ce trupele napoleoniene au ocupat Principatul de Salzburg.

Note[modificare | modificare sursă]

  1. ^ Hieronymus Joseph Colloredo: Hirtenbrief des Fürst-Erzbischofs zu Salzburg. Die Abstellung des unnöthigen religiösen Aufwandes; die Anpreisung des fleißigen Bibellesens; die Einführung eines teutschen Kirchengesangbuches; dann verschiedene Pastoralverordnungen und Ermahnungen an die Seelsorger, zu würdiger Führung ihres wichtigen Amtes, betreffend. Salzburg 1782.

Literatur[modificare | modificare sursă]

  • de Johann Christoph Allmayer-BeckColloredo-Waldsee, Hieronymus Graf von. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 3. Duncker & Humblot, Berlin 1957, p. 327 f. (full text online)
  • deFriedrich Wilhelm Bautz:  Colloredo, Hieronymus Graf von în Biografii din bibliografia lexiconului bisericesc (BBKL). Bd. 1, Hamm 1975, ISBN 3-88309-013-1, Sp. 1098.
  • Christoph Brandhuber: Colloredos Malerakademie und die Graphiksammlung der Universitätsbibliothek Salzburg. In: Roswitha Juffinger (Hrsg.): Zentrum der Macht. Die Kunstsammlungen der Salzburger Fürsterzbischöfe: Gemälde/Graphik/Kunstgewerbe. Salzburg 2011, S. 650–669.
  • Ludwig Hammermayer: Die Aufklärungszeit in Salzburg (ca. 1715–1803) . In: Geschichte Salzburgs. Stadt und Land, hg. von Heinz Dopsch, 2. verb. Aufl., Bd. II, 1. Teil, Salzburg 1983, S. 375–452.
  • Ludwig Hammermayer: Die letzte Epoche des Erzstifts Salzburg. Politik und Kirchenpolitik unter Erzbischof Graf Hieronymus Colloredo (1771–1803). In: Geschichte Salzburgs. Stadt und Land, hg. von Heinz Dopsch, 2. verb. Aufl., Bd. II, 1. Teil, Salzburg 1983, S. 453–535.
  • Josef Manal: Die Einführung des Salzburger Diözesangesangbuches unter Fürsterzbischof Hieronymus von Colloredo. Diplomarbeit: Salzburg 1979.
  • Jakob Obersteiner: Die Bischöfe von Gurk. 1072–1822, Klagenfurt 1969, (Aus Forschung und Kunst 5, ISSN 0067-0642), S. 468–474.
  • Martin Schimek: Musikpolitik in der Salzburger Aufklärung. Musik, Musikpolitik und deren Rezeption am Hof des Salzburger Fürsterzbischofs Hieronymus Graf Colloredo, Frankfurt am Main u.a. 1995 (Europäische Hochschulschriften, Reihe 36, Musikwissenschaft, Bd. 151, ISSN 0721-3661), ISBN 3-631-48885-8.
  • de Franz Valentin ZillnerColloredo-Waldsee, Hieronymus Graf von, articol din: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Volumul 4, Leipzig, 1876, p. 416–417.

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