Palatul Urania din Viena
Palatul Urania este o casă de cultură cu cinematograf și observator astronomic situată în Viena.
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Istoric [modificare]
Asociația Wiener Urania a fost înființată în 1897. Clădirea a fost construită în anii 1909-1910 după planurile arhitectului Max Fabiani, unul din reprezentanții secesiunii vieneze, totodată discipol al lui Otto Wagner. Concomitent a fost ridicat Palatul Urania din Cluj.
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Obwohl Fabiani zuvor in Wien – etwa mit der Errichtung des Artaria-Gebäudes am Kohlmarkt Nr. 9 – auch schon als Vertreter einer radikalen Moderne in Erscheinung getreten war, wählte er für die Urania eine historisierende Form. Wegen der eigentümlichen neobarocken Ausrichtung der Außenerscheinung wurde diese als "baroccus fabiensis" bezeichnet. 1910 wurde die Urania von Kaiser Franz Joseph eröffnet. Benannt wurde sie nach der für die Astronomie zuständigen muză Urania. Der niedrige Kassenhallenzubau stammt aus dem Jahr 1935, der Architekt ist jedoch nicht mehr bekannt.
Schon bald nach der Errichtung etablierte sich die Urania als eines der Wahrzeichen Wiens.
1927 zählte die Urania 60.000 Mitglieder und 60 Uraniavereine österreichweit.[1]
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Urania schwer beschädigt und die Kuppel mit der Sternwarte total zerstört. Nach dem Wiederaufbau wurde sie 1957 wiedereröffnet.
In der Urania befand sich bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts auch die zentrale Uhrenanlage, deren Zeitzeichen man auch telefonisch abrufen konnte. Vorher gab es keine zentrale Zeitauskunft - die Wiener orientierten sich an den Kirchturmuhren.
Kino und filmgeschichtliche Bedeutung [modificare]
Bereits 1898 wurden in der Urania Filme für Bildungs- und Kulturzwecke vorgeführt. 1921 wurde eine Sammlung von Kultur- und Lehrfilmen begonnen, die die Urania landesweit verlieh. Bald galt die Urania als führende Einrichtung Mitteleuropas im Bereich des Kulturfilms. 1927 verfügte die Urania über ein Archiv an Lehr- und Kulturfilmen im Ausmaß von 350.000 Metern. Die Urania war schließlich auch Vorbild für die Gründung des „Rings Deutscher Kulturfilmbühnen“.[1]
Im Urania-Kino wurden am 8. Juni 1928 erstmals ausländische Kurztonfilme, nach dem Tri-Ergon-Verfahren, mit großem Erfolg vorgeführt – in Österreich wurden erst ab 1929 Tonfilmproduktionen hergestellt.
Note [modificare]
- ^ a b S. Walter Fischer: Das Lichtspiel als Kunstform. In: L'Estrange Fawcett: Die Welt des Films. Amalthea-Verlag, Zürich, Leipzig, Wien 1928, pag. 170.
Bibliografie [modificare]
- Wilhelm Petrasch, Die Wiener Urania. Von den Wurzeln der Erwachsenenbildung zum lebenslangen Lernen, Wien-Köln-Weimar 2007.
- Wilhelm Filla, 100 Jahre Urania-Gebäude. Zur Gründungsgeschichte eines Wiener Wahrzeichens unter aktuellen Gesichtspunkten. In: Die Österreichische Volkshochschule. Organ des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen, 61. Jg., 2010, H. 237, 2-6.
- Christian H. Stifter, Der Urania-Kulturfilm, die Exotik des Fremden und die Völkerversöhnung. Veränderungen und Kontinuitäten: vom Austrofaschismus, über den Nationalsozialismus zur Zweiten Republik. In: Spurensuche. Zeitschrift für Geschichte der Erwachsenenbildung und Wissenschaftspopularisierung, 13. Jg., 2002, H. 1-4, S. 114-148.
Coordonate: 48° 12′ 42″ N, 16° 23′ 1″ E